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Der Feminismus ist ein Existentialismus

6. Februar @ 19:00 - 21:00

„Man kommt nicht als Frau zur Welt, man wird es.“ Simone de Beauvoirs Hauptwerk Das andere Geschlecht aus dem Jahr 1949 gilt als Gründungstext des neueren Feminismus. Sie inspiriert darin unter anderem die Unterscheidung zwischen Sex und Gender, die Judith Butler in Frage stellt. Mit essentialistischen, gefühls- oder gemeinschaftsorientierten Ansätzen im Feminismus hat sie dabei wenig gemein. Wiewohl de Beauvoir dem Sozialismus nahe stand, entwirft sie einen existentialistischen Emanzipationsdiskurs, in dessen Zentrum die ökonomische Selbständigkeit von Frauen gegenüber Männern steht. Damit betont sie ein rationales Verständnis der Emanzipation, bei der es um Gleichheit und Freiheit geht, Werte die dem liberalen Feminismus von Martha Nussbaum nahekommen. Damit hat die Frauenbewegung seither Karriere gemacht.

 

Hans-Martin Schönherr-Mann ist Essayist und Professor für politische Philosophie an der Ludwig-Maximilians-Universität München. Thematisch beschäftigt er sich mit dem Begriff der Involution als Politische Philosophie der Zivilgesellschaft. Neueste Buchpublikation: DEKONSTRUKTION ALS GERECHTIGKEIT – Jacques Derridas Staatsverständnis und politische Philosophie, Nomos Baden-Baden 2019.

 

Birgit Magiera ist Journalistin beim BR und Mitgründerin und -organisatorin der Münchner Sunday Assembly.

Details

Datum:
6. Februar
Zeit:
19:00 - 21:00

Veranstaltungsort

Café Feuerbach, Elvirastraße 17a
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